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	<title>HNO Botswana</title>
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		<title>Arbeiten in Botswana als Arzt</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 08:11:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Thomas Heipcke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe sehr lange gezögert genauer über das Krankenhaus und die Tätigkeit dort zu berichten. Aber ich glaube ich bin es meinen Freunden und Bekannten auch schuldig, über die Verhältnisse zu berichten.  Auf dieser Seite werde ich nur über die heftigsten Probleme schreiben und Ross und Reiter nur andeutungsweise erwähnen, denn noch bin ich Angestellter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe sehr lange gezögert genauer über das Krankenhaus und die Tätigkeit dort zu berichten. Aber ich glaube ich bin es meinen Freunden und Bekannten auch schuldig, über die Verhältnisse zu berichten.  Auf dieser Seite werde ich nur über die heftigsten Probleme schreiben und Ross und Reiter nur andeutungsweise erwähnen, denn noch bin ich Angestellter in einem Missionskrankenhaus.<span id="more-697"></span></p>
<p>Entsprechend meinem Anstellungsvertrag und den Vorgesprächen mit meinen Arbeitgebern besteht meine Aufgabe in der Betreuung der HNO-Patienten im BLH, mit besonderem Schwerpunkt auf der operativen Behandlung. Man suchte damals  einen Facharzt, der die Chirurgie der Mittelohren beherrscht und das Behandlungskonzept meiner vielen guten Vorgänger weiterführt, eventuell sogar ausbaut.</p>
<p> <strong>OP-Bereich</strong></p>
<p>Nun muss ich dazu leider mitteilen dass ich seit mehr als 9 Monaten (also seit Dienstbeginn) den Operationssaal nahezu nie normal benutzen konnte. Wenn ich Operationen durchführte, dann immer in einem Not-OP-Raum, abseits des normalen Op’s und in der Regel zu besonderen Zeiten, um eventuell anfallende Notoperationen (z.B.Kaiserschnitte) nicht zu behindern (Ich fand heraus, dass Notoperationen in der Zeit der morgendlichen Andacht und der „Meetings“  nahezu nicht stattfinden).</p>
<p>Z.Zt. ist der OP für meine Patienten wieder total gesperrt.</p>
<p>Dieses bedeutet einmal, dass ich mein Wissen und mein Können den Patienten nicht zur Verfügung stellen kann. Zum Zweiten wird der gute Ruf der HNO-Abteilung und des Krankenhauses durch das Vertrösten der Patienten auf einen neuen in der imaginären Ferne liegenden OP-Termin stark beschädigt. Auch mein Renommee als Arzt fühle ich dadurch beeinträchtigt, ich möchte hier nicht als einer der vielen unnütz herumsitzenden Personen gelten. In Deutschland wäre eine solche Abt. längst geschlossen, aber hier ist dem Patienten anscheinend Alles zuzumuten.</p>
<p><strong>Geldmangel</strong></p>
<p>Es herrscht ein eklatanter Mangel an Geld. Viele für die Operationen und Behandlungen notwendigen Medikamente und Hilfsmittel sind nicht zu beschaffen. Offenbar sind die Budgets vom Government aus dermassen gekürzt, dass ein vernünftiges Arbeiten eigentlich nicht mehr gewährleistet ist. Ich kann mir nur vorstellen, dass hier ein Machtkampf Government gegen Mission besteht, so dass das Government die Mission zwingen will, zusätzliche Kosten zu übernehmen, denn in internen Gesprächen mit Mitgliedern des Parlamentes und im Ministerium selbst höre ich , dass Geld ausreichend zu Verfügung steht.</p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/MoH.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-698" title="MoH" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/MoH.jpg" alt="" width="407" height="484" /></a></p>
<p><em>Gesundheitsministerium (Botswana hat 1,8 Mill. Einwohner)</em></p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/BMW1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-707" title="BMW" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/BMW1.jpg" alt="" width="448" height="336" /></a></p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/BMW.jpg"></a></p>
<p> <em>Regierungsfahrzeug (zumindestens aus Deutschland)</em></p>
<p>Vor Monaten habe ich den Ankauf von künstlichen Gehörknöchelchen beantragt und auch andere im OP notwendigen Substanzen, die aber alle nicht gekauft werden können. Viele Ohroperationen dürfte ich daher eigentlich kaum noch beginnen.</p>
<p>Ein weiteres Problem ist die Verordnung der Hörgeräte. Unsere sehr gut ausgestattete Abteilung und die gut ausgebildeten Mitarbeiten finden oft Patienten mit Schwerhörigkeit, die nur mittels Tragen eines Hörgerätes zu verbessern ist. Diese Hörgeräte sollen vom Staat kostenfrei abgegeben werden. Etwa 90 % unserer Patienten, die wir an diese staatliche Stelle überweisen, kommen zurück, mit der Aussage, dass keine Hörgeräte zur Verfügung stehen. Deswegen hat sich das BLH vor Jahren dazu entschieden Hörgeräte günstig einzukaufen (etwa 210€ das Stück) und sehr günstig (60€ das Stück) an Patienten zu „verkaufen“. Dieses Geschenk können wir aus finanziellen Gründen nicht mehr aufrecht erhalten. Die letzten 3 Hörgeräte gehen demnächst über den Tisch. Auf der anderen Seite werden von staatlicher Stelle z.Zt. etwa 1500 Hörgeräte über merkwürdige Wege an die Patienten verteilt, die am lautesten gerufen haben (abenteuerlich, da ohne vorherige medizinische Untersuchung).</p>
<p><strong>Ausbildung</strong></p>
<p><em> Ärzte</em></p>
<p>Nach erheblichem internen Widerstand habe ich den Auftrag vom Government erhalten, Ausbildung auch für Ärzte zu organisieren. Dieses ist wegen der unsicheren OP-Situation am BLH z.Zt. nicht möglich, zusätzlich waren die von mir angesprochenen „botswanischen Jungärzte“ an einer HNO-Weiterbildung nicht interessiert.</p>
<p> <em>Krankenschwestern</em></p>
<p>Seit vielen Jahren wurden im BLH  HNO-Fachschwestern ausgebildet, um sie in unserem Krankenhaus und auch sonst im gesamten Land einzusetzen.</p>
<p>Diese Schwestern, die jetzt in sehr einsam gelegene Kliniken oder Hospitälern arbeiten erhalten in den Staatskrankenhäusern keinerlei Unterstützung, nicht einmal eine Mindestausstattung mit Untersuchungsgeräten stellt der Staat.</p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/Serowe-hospital1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-702" title="Serowe hospital" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/Serowe-hospital1.jpg" alt="" width="448" height="248" /></a><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/MoH1.jpg"></a></p>
<p><em>Nahezu leer stehendes Krankenhaus (White elephant)</em></p>
<p>Vor Monaten habe ich mit Mitgliedern der Gesundheitsbehörde, Mitgliedern des Parlamentes, Ass. Minister of Health viele Gespräche geführt, diese Probleme angesprochen und eine vernünftige Lösung vorgestellt. Der Präsident Mr. Khama wurde von mir dahingehend  auch informiert.</p>
<p>Eine Antwort oder gar ein Versuch einer Änderung der Probleme ist nicht in Aussicht.</p>
<p>So lange ich keine Zusage des Regierung habe die auf unsere Kosten und mit unserer Arbeit ausgebildeten HNO-Schwestern an ihrem Arbeitsplatz im staatlichem Krankenhaus mit einem Minimum an Untersuchungsmöglichkeiten auszustatten, habe ich eigentlich kein Interesse daran, weiter Schwestern auszubilden.</p>
<p> <strong>Outreach</strong></p>
<p> Seit Jahren/Jahrzehnten werden Fahrten zu anderen Hospitälern im Land unternommen, mit dem Ziel dort Pat. in bis zu 1000km entfernten Orten zu untersuchen und zu behandeln und um den Patienten lange Transportwege zu ersparen. Auch ich war in diesem Jahr 2mal auf „Tour“. Man belädt sein Fahrzeug mit Untersuchungsgeräten und Instrumenten und allem Zubehör einschliesslich Medikamenten etc. Ich fehle dann für 1-2 Wochen an meinem Arbeitsplatz (was allerdings z.Zt. bei der rel. Arbeitslosigkeit für mich nicht so wichtig ist) und gibt viel Geld aus (Benzin, Übernachtung, Essen und Trinken). Medizinisch sind diese outreache sinnvoll. Das Government führt jetzt auch outreaches als Programm durch, genau an die Orte, die wir immer besucht haben. Diese outreache sind allerdings extrem schlecht organisiert und in meinen Augen sinnlos und nicht das Papier wert, auf dem sie angekündigt werden. (Tagesbesuche mit gechartertem Flugzeug ohne die Möglichkeit Untersuchungsgeräte oder Instrumente mitzunehmen, nahezu alle Patienten erhalten nach dieser Untersuchung den Auftrag sich im staatlichem Krankenhaus in Gaborone einzufinden, kommen dann aber meistens zu uns). Auch hier habe ich dem Ministerium einen Vorschlag unterbreitet, wie man hier vernünftig vorgehen kann, bisher allerdings keine Antwort erhalten. Auch hier stellt sich die Frage, ob weitere Fahrten ins Land durch uns sinnvoll sind, sie werden von den Hospitälern allerdings dringend angefragt.</p>
<p>Noch allerdings widerstehen wir den  vielen Angeboten aus dem privaten Medizinmark, z.B. eine eigene Praxis zu eröffnen oder einfach wieder nach Deutschland zurückzukehren.</p>
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		<title>Krankenhaus-Alltag in der HNO-Abteilung  (17.8.2010)</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 14:54:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Heipcke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Reparaturarbeiten an der defekten Klimaanlage sind beendet.   Eigentlich sollten heute morgen 5 Operationen, die schon lange eingeplant waren, durchgeführt werden. Die Patienten sind gestern hier eingetroffen, aufgenommen und über die entsprechenden OP-Schritte eingehend aufgeklärt worden.
Gestern Abend kam dann ein Anruf vom stellvertretenden Leiter des Krankenhauses, dass alle diese Eingriffe abgesetzt worden sind, weil es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reparaturarbeiten an der defekten Klimaanlage sind beendet.   Eigentlich sollten heute morgen 5 Operationen, die schon lange eingeplant waren, durchgeführt werden. Die Patienten sind gestern hier eingetroffen, aufgenommen und über die entsprechenden OP-Schritte eingehend aufgeklärt worden.<span id="more-693"></span></p>
<p>Gestern Abend kam dann ein Anruf vom stellvertretenden Leiter des Krankenhauses, dass alle diese Eingriffe abgesetzt worden sind, weil es in den OP-Räumen nach Farbe riechen würde und die Schwestern davon Kopfschmerzen bekämen und somit nicht einsatzfähig wären. Farbe, die im Rahmen der Reparaturarbeiten auf dem Dach des Hauses verstrichen wurde und angeblich in die Räume ziehen würde. Thomas bat darum, doch bis zum nächsten Morgen zu warten und den Zustand dann zu überprüfen und zu entscheiden. Doch heute Morgen, bei der täglichen Frühbesprechung, wurden schriftliche Anweisungen verteilt, dass die OP-Räume bis auf weiteres geschlossen bleiben. Es sollten bestimmte Tests durchgeführt werden, zusätzlich sollte die Reparaturfirma ein Arbeits-Abschlussprotokoll erstellen. Und das kann dauern!</p>
<p>Es gab keine weiteren Diskussionen mehr, ausserdem hatten alle  Patienten  ihr Frühstück zugeteilt bekommen, so dass niemand mehr einen nüchternen Magen hatte, was für eine Operation in Narkose unbedingt notwendig ist.</p>
<p>Bis auf weiteres bleiben die OP-Räume geschlossen, hiess seine schriftliche Anweisung. Danach war der Stellvertreter  ausser Haus zu einem „meeting“ und nicht mehr zu sprechen.</p>
<p>Thomas musste nun seine Patienten informieren und nach Hause schicken. Allen  anderen, die in den nächsten Tagen operiert werden sollten, musste ebenso abgesagt werden. Viele haben aber gar kein Telefon und werden also zu dem vereinbarten Termin  erscheinen und eben dann erst hören, dass sie umsonst  hierher gekommen sind.</p>
<p><strong>Sperrung des OP</strong></p>
<p>Solche, oder ähnliche Situationen, sind in den letzten Wochen und Monaten immer wieder passiert. Seit dem 1.2.2010 sind die OP-Räume gesperrt. Die Klima-Anlage ist defekt, schlecht gewartet und einfach verschmutzt, dadurch haben sich Keime und Bakterien gebildet. In vielen „meetings“  wurde nach Lösungen gesucht. Niemand war bereit die Verantwortung zu übernehmen und sich klar und deutlich für eine schnelle  Reparatur ein zusetzen. Alles war nur eine Frage des Geldes. Was angeblich nicht zur Verfügung stand.</p>
<p>Nun wurde nach Ausweichräumen gesucht. Im staatlichen Krankenhaus, „Princess Marina Hospital“, in Gaborone, schildert Thomas das Problem aus Ramotswa und bittet darum, evtl. einmal in der Woche die dringendsten HNO-Operationen dort durchführen zu dürfen. Es entstehen grosse Diskussionen und schliesslich bietet man ihm den Mittwoch an,  ab 13.00 zu kommen. Er ist ein bisschen enttäuscht, denn meistens klappt es ja nicht mit der Einhaltung des OP-Zeitplans.   Unvorhergesehene Schwierigkeiten passieren öfter! Was dann? Um 16.30 ist Feierabend und alle wollen pünktlich nach Hause. Zuerst einmal ist er aber mit dieser Lösung zufrieden.</p>
<p>Gleich am nächsten Tag wird das Angebot zurück gezogen. Man braucht diese Kapazitäten selbst, hiess es.  Er könne doch auf die Krankenhäuser in Lobatse, ca. 50 km entfernt und Molopolole, ca. 70 km entfernt, ausweichen. Beide Krankenhäuser haben kein HNO-Personal, das die Patienten nach der OP betreuen und versorgen kann. Dieser Vorschlag wird von seiner Seite aus, abgelehnt. Auch das Polizei-Krankenhaus in Otse, vor 10 Jahren neu gebaut und nie benutzt,  kann kein Ersatz-OP, aufgrund des nicht vorhandenen Personals,  werden.</p>
<p>In unregelmässigen Abständen kann er früh morgens den Notfall-OP benutzen und schafft es so, einen  kleinen  Teil  der Warteliste zu verkürzen. Aber immer mit der Unsicherheit im Hintergrund, dass der OP-Raum für ihn beim nächsten Mal verschlossen bleibt.</p>
<p>Als dann endlich, nach so langer Zeit,  das Geld zur Verfügung gestellt und die Reparatur durchgeführt wurde, und alle  Betroffenene dachten, jetzt geht es voran und weiter,  fand man heute wieder „ein Haar in der Suppe:“   Es riecht nach Farbe!   Manchmal glaube ich einfach, hier sind sich viele einig,  diesen Zustand der arbeitsfreien Zeit so lange wie möglich zu erhalten.</p>
<p>Nun kann man sagen, das Fach HNO besteht nicht nur aus Operationen. Richtig!   Aber wenn es in einem Krankenhaus wie diesem, einen Arzt gibt, der etwas davon versteht, sollte man das auch nutzen, denn die Schwestern in der HNO-Abt. sind in den langen, vergangenen Jahren von sehr guten HNO-Ärzten aus- und weitergebildet worden und sicher in ihrem Wissen und Können, dass sie den Arzt in der Abt.  gut entlasten und  der sich wiederum schwierigeren Aufgaben widmen kann.</p>
<p>In absoluter Kurzfassung habe ich einen Zeitraum von  7 Monaten  beschrieben.  Es sind nur Fakten, meine eigenen Erlebnisse und Eindrücke.</p>
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		<title>Fussball WM 2010 3. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 14:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Heipcke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstag 3.7.2010
Deutschland :  Argentinien.  Das „Hammerspiel“ !!
Die Südamerikaner forderten die Revanche für das verlorene Spiel vor 4 Jahren in Deutschland. Laute Schmährufe der argentinischen Spieler und des Trainers (Maradona) gingen schon vorher hier durch die Presse. Wie wir hier hörten, gab es keine Antworten der Deutschen. Sie blieben ruhig und gelassen.
Wir waren zu einem Grillfest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag 3.7.2010</p>
<p>Deutschland :  Argentinien.  Das „Hammerspiel“ !!</p>
<p>Die Südamerikaner forderten die Revanche für das verlorene Spiel vor 4 Jahren in Deutschland. Laute Schmährufe der argentinischen Spieler und des Trainers (Maradona) gingen schon vorher hier durch die Presse. Wie wir hier hörten, gab es keine Antworten der Deutschen. Sie blieben ruhig und gelassen.<span id="more-647"></span></p>
<p>Wir waren zu einem Grillfest mit vielen Leuten eingeladen und erlebten ein tolles Spiel. Draussen auf der Terrasse stand  ein riesiger Fernseher und es gab genügend Plätze für alle. </p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/Presentation2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-683" title="Presentation2" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/Presentation2.jpg" alt="" width="834" height="629" /></a></p>
<p>Unsere Mannschaft spielte so überlegen und genial, fast jeder Pass landete bei dem vorher anvisierten Spieler, sie spielten über die Flanken, waren sicher im Mittelfeld und vor dem Tor wurde noch einmal kurz abgegeben, so dass der besser positionierte Spieler den Ball gut reinsetzen konnte. Die Argentinier, als Ballkünstler bekannt, hatten einfach keine Chance. Am Ende blieb es beim 4 : 0 für Deutschland!</p>
<p>Die Kollegen im Krankenhaus, beim Kaufmann, auf der Strasse, wo immer wir auftauchten, rief man uns zu:  „Schöömäänii is strong, they will make it!    </p>
<p>Unsere Putzfrau kam morgens und sang ganz fröhlich:  „I love Puuduuskii&#8230;.,      I love Puuduuskiiiii !“                   Bis  ich dahinter kam, dass  sie  Lukas Podolski meinte.</p>
<p>Als wir einer Schwester aus der HNO-Abt. zum eben, hier im Krankenhaus, geborenen Sohn gratulierten und nach dem Namen des Kleinen fragten, hatte sie gleich drei parat. Der erste Name war ein christlicher,  der zweite ein botswanischer und als dritten:  „Thomas“!                                           Fragend und erstaunt guckte ich Thomas an?  Da sagte sie ganz verschmitzt:   „No, no,  I mean    Thomas Muller.“     He is a great player, the best in the German team.   Aber nach einer Weile fügte sie dann  noch hinzu: „ But  for Dr. Tom as well.“</p>
<p>Alle waren wir so sicher, dass es nach dem tollen Argentinien-Spiel so weiter gehen würde.  Und dann war der Traum ganz plötzlich aus!  Und auch die, die uns gestern noch die Daumen drückten und Glück  wünschten, sagten tröstende Worte oder gar nichts. Keine einzige Geste der Schadenfreude  oder irgendein lästernder Spruch war zu hören. Die deutsche Mannschaft hatte hier im südlichen Afrika grosse Sympathien durch Zusammenhalt und Entschlossenheit gewonnen und  einen überzeugten Kampfgeist gezeigt.  In den Zeitungen  wurde nur Positives berichtet.  Man  las  über ihr lockeres, entspanntes Auftreten in der Öffentlichkeit  und grosser Geduld und Freundlichkeit den vielen begeisterten Fans gegenüber. </p>
<p>Deutschland hat die bisher jüngste Mannschaft aller Zeiten in diese Weltmeisterschaft geschickt. Ich denke, sie hat sich toll geschlagen und einen so guten Fussball gespielt. Wenn diese jungen Burschen jetzt vier weitere Jahre Erfahrung sammeln und noch mehr an Sicherheit gewinnen, werden sie dann in Brasilien auch noch die letzte Stufe erklimmen. </p>
<p>Am Samstag, 10.7., im Kampf um Platz 3  gegen die Uruguay!   Es war ein spannendes, faires Spiel, zwei gleich starker Teams. Ich fand, dass unsere Jungs ein ganz kleines bisschen stärker aussahen, die Ballverluste bei den Pässen waren geringer, als bei den Abgaben der Südamerikaner.  Und dann hatten sie zum Schluss noch das Quäntchen Glück, ein 3. Tor zu schiessen, nach dem es über  lange  Partien sehr ausgeglichen war.  Am Ende gewann Deutschland mit 3:2.</p>
<p>Auch wenn man mit dieser jungen Mannschaft voll zufrieden sein kann, lässt mich ein wehmütiger Gedanke doch nicht ganz los, dass sie es eigentlich hätten schaffen können, sie hatten es so zu sagen auf dem Fuss!   In Fernseh-Interviews hörte man ähnliche Aussagen von einigen,  immer noch traurigen, enttäuschten Spielern.</p>
<p>Es wäre zu schön gewesen, gerade jetzt, hier unten Weltmeister zu werden. Aber der Gewinn des  „kleinen Finales“  war auch schon ein grosser Erfolg dieser jungen Mannschaft.</p>
<p>Herzlichen Glückwunsch!  </p>
<p>Endspiel:   Spanien – Holland</p>
<p>Und wieder hat der „Octopus“  Recht behalten!  In Spanien wird der nun wohl von der Speisekarte verschwinden. So ein Wundertier kann man doch nicht aufessen. Ganz zum Schluss schiesst Spanien in der Verlängerung das Siegtor. Fassungslose Holländer! Vizeweltmeister ist nicht genug.               Viva  Espana !</p>
<p>Die Vuvuzelas sind ruhig geworden. Die bunten Fahnen wehen noch vereinzelt.  Aber endlich kann man wieder zum normalen Tagesablauf zurückkehren.</p>
<p>Also, bis zur  EM in 2 Jahren! </p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/Presentation1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-676" title="Presentation1" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/Presentation1.jpg" alt="" width="788" height="682" /></a></p>
<p><em> </em></p>
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		<title>Fussball WM 2010 2. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 13:44:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Heipcke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Thomas und ich hatten noch Karten für das Spiel  USA: Ghana  am 22.6. in Rustenburg. Da das Spiel am Samstagabend erst gegen Mitternacht zu Ende sein würde, hatten wir schon lange Zeit im voraus ein Zimmer,  in einem etwas ausserhalb gelegenen  Hotel,  gebucht.
Wir fuhren schon früh am Samstag hier los, um die tollen Einkaufsmöglichkeiten in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas und ich hatten noch Karten für das Spiel  USA: Ghana  am 22.6. in Rustenburg. Da das Spiel am Samstagabend erst gegen Mitternacht zu Ende sein würde, hatten wir schon lange Zeit im voraus ein Zimmer,  in einem etwas ausserhalb gelegenen  Hotel,  gebucht.<span id="more-644"></span></p>
<p>Wir fuhren schon früh am Samstag hier los, um die tollen Einkaufsmöglichkeiten in Rustenburg zu nutzen.   Wegen seines verschwundenen Portemonaies ging Thomas  dort in das Büro der FIFA, um sich nach einer Kontaktadresse des Fundbüros in  Johannesburg zu erkundigen. Er hinterliess auch dort seine E-Mail  Adresse, denn er hatte die stille Hoffnung, dass evtl. doch jemand seine Papiere gefunden  und abgegeben haben könnte.</p>
<p>Das kleine Hotel, in dem wir übernachteten, hatte einen eigenen  „Shuttle-Bus –Service“   zum Stadion eingerichtet.   3 kleine Busse mit jeweils 12 Pers.  fuhren rechtzeitig direkt zum Eingang des Stadions. Spätestens eine halbe Stunde nach Spielende wollten wir uns alle an einem vorher gemeinsam abgestimmten Treffpunkt einfinden. Es herrschte eine tolle Stimmung und Vorfreude, war doch mit Ghana die letzte afrikanische Mannschaft mit am Ball!   Die lautstarken Rufe „Ghana, Ghana“  übertönten alles andere.</p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_03422.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-657" title="IMG_0342" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_03422.jpg" alt="" width="448" height="325" /></a></p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_1541.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-658" title="IMG_1541" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_1541.jpg" alt="" width="448" height="328" /></a></p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_03351.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-663" title="IMG_0335" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_03351.jpg" alt="" width="275" height="448" /></a></p>
<p>Vorbei an unterschiedlichen,  kleinen Verkaufsständen und fliegenden Händlern suchten wir unseren Platz. </p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_15531.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-687" title="IMG_1553" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_15531.jpg" alt="" width="295" height="448" /></a></p>
<p> Unterwegs gab es so viele,  aufregende Dinge zu kaufen oder auch nur an zusehen:  Haarreifen mit Blinklichtern, Glitzersterne an Sonnenbrillen made  in  USA, Fahnen, Mützen, Caps, Schals in den jeweiligen Landesfahnen, Anstecknadeln und natürlich Vuvuzelas.</p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_1579.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-691" title="IMG_1579" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_1579.jpg" alt="" width="448" height="336" /></a></p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_0338.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-659" title="IMG_0338" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_0338.jpg" alt="" width="336" height="366" /></a></p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_1562.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-688" title="IMG_1562" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_1562.jpg" alt="" width="448" height="329" /></a></p>
<p>Das Spiel war vorbei, Ghana hatte gewonnen, die Freude war riesengross und die Menschen an den Ausgängen tanzten und feierten. Wir suchten nun unseren Mini-Bus am ausgemachten Treffpunkt. Leider war der Fahrer viel zu spät losgefahren, so dass die ausströmenden Menschenmassen ein Vorankommen für ihn nun unmöglich machten.  Zur verabredeten Zeit und Ort stand also kein Bus bereit. Wir suchten und fanden zum Glück beide:  Bus und Fahrer.  Bis auf 4 Personen trudelten nach und nach noch andere Mitfahrer ein. Der Fahrer wartete noch ein paar Minuten und dann fuhr er einfach ins Hotel zurück. Was aus den stehen gebliebenen 4 Leuten wurde, haben wir nicht erfahren.</p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_02751.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-662" title="IMG_0275" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_02751.jpg" alt="" width="275" height="448" /></a></p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_1583.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-689" title="IMG_1583" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_1583.jpg" alt="" width="448" height="336" /></a></p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_1566.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-690" title="IMG_1566" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_1566.jpg" alt="" width="448" height="295" /></a></p>
<p>Sonntag, 27.6.2010</p>
<p>Deutschland : England.  Wir waren auf dem Rückweg von Rustenburg und verfolgten das Spiel im Autoradio.  2:1 endete die 1. Halbzeit,  als wir durch Swartruggens, ein kleines Dorf mit  „Theos Sportsbar“  kamen.  Spontan hielten wir an und erlebten die die 2. Halbzeit vor einem riesigen Bildschirm mit vielen begeisterten Leuten, die nun, als wir dazu kamen,  erst Recht noch mehr Spass hatten und mit uns mitfieberten. Als dann noch zwei Tore fielen, kannte der Jubel keine Grenzen und sie riefen immer wieder:  „Yes, you sent them home!!“</p>
<p><em> </em></p>
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		<title>Fussball WM 2010 Südafrika Teil 1</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 12:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Heipcke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Gebrumme der Vuvuzelas erfüllte das Oval des riesigen Stadions von Soccer-City wie das Summen eines Bienenschwarms um einen Korb vor der Honigentnahme.
Fast 7 Std. dauert eine Fahrt von hier nach Johannesburg, wo wir uns das Spiel Ghana gegen Deutschland ansehen wollten. Ein Freund hatte das Glück gehabt, 12  Eintrittskarten zu organisieren, was nicht leicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Gebrumme der Vuvuzelas erfüllte das Oval des riesigen Stadions von Soccer-City wie das Summen eines Bienenschwarms um einen Korb vor der Honigentnahme.<span id="more-625"></span></p>
<p>Fast 7 Std. dauert eine Fahrt von hier nach Johannesburg, wo wir uns das Spiel Ghana gegen Deutschland ansehen wollten. Ein Freund hatte das Glück gehabt, 12  Eintrittskarten zu organisieren, was nicht leicht war. Zusammen  hatten wir einen Kleinbus mit Fahrer gemietet, weil wir auf dem Rückweg  versuchen wollten, ein wenig zu schlafen,  da wir ausrechnen konnten, erst wieder  gegen  ca. 6.00 Uhr früh in Ramotswa zurück  zu sein und alle am nächsten Morgen wieder arbeiten mussten.</p>
<p>Das neu renovierte und umgebaute Stadion wird mit einer „Kalebasse“  verglichen. Es hat Platz für  90.000 Zuschauer und ist das grösste in Afrika, wie wir gehört haben. Aus Sicherheitsgründen wurden aber nur 88.000 Karten verkauft, lt. Anzeigetafel im Stadion.</p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_14291.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-636" title="IMG_1429" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_14291.jpg" alt="" width="462" height="331" /></a><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_0311.jpg"></a></p>
<p>Der Fahrer brachte uns direkt zum Parkplatz des Shuttle-Busses. Wir machten einen genauen Treffpunkt aus, tauschten zur Sicherheit  noch die Mobilfunk-Nr., gaben ihm ein bisschen Geld für ein Abendessen und stiegen voller Spannung und Vorfreude in den grossen Bus, der uns dann ins Stadion bringen sollte. </p>
<p>Langsam wurde es dunkel und als wir das Stadion erreichten, blickten wir auf unzählige, leuchtende „Löcher“  dieser riesigen Kalebasse. Ein beeindruckender Anblick!  Wir waren so rechtzeitig eingetroffen, dass wir noch einen Rundgang starten konnten, um einen kleinen Überblick zu erhalten. Viele Menschen hatten sich in den jeweiligen Landesfarben  phantasievoll verkleidet, bemalt und zurecht gemacht. So waren nicht nur die Farben der beiden heute Abend spielenden Teams, sondern auch die der anderen Mitstreiter zu bewundern. Es waren so viele farbenprächtige Kostüme zu sehen und obwohl Südafrika schon ausgeschieden war, tat es ihrer Freude und dem Mitfiebern mit anderen Mannschaften keinen Abbruch.</p>
<p><img title="IMG_0311" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_0311.jpg" alt="" width="462" height="362" /></p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_0354.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-637" title="IMG_0354" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_0354.jpg" alt="" width="461" height="303" /></a></p>
<p>Als es dann endlich losging, war der Lärm ohrenbetäubend. Ich kann verstehen, wenn manch ein Spieler den Abseitspfiff überhörte.  Leider bekommt er auch dann eine „gelbe Karte“.  Das zählt nicht als Entschuldigung! Voller Spannung hofften wir dann, dass  der kleine Vorsprung der deutschen Mannschaft  bis zum Ende  durchhalten würde.  Es reichte.  Am Ende gewann Deutschland 1:0</p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_15301.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-638" title="IMG_1530" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_15301.jpg" alt="" width="461" height="337" /></a></p>
<p>Dann war Schluss und  alle  drängten zu den Ausgängen, von denen es viel zu wenige gab. Es begann ein fürchterliches Gedränge und Geschubse.  Diese Menschenmassen, die sich nun vorwärts schoben und drückten, machten mir  Platzangst. Wir mussten schon stark aufpassen, dass alle von uns zusammen blieben und niemand in dem Gewühle verloren ging.   Ich war heilfroh,  als  wir  endlich nach etwa einer Std.  das Stadion verlassen  hatten.</p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_14641.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-640" title="IMG_1464" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_14641.jpg" alt="" width="461" height="357" /></a><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_03541.jpg"></a></p>
<p>Total erschrocken bemerkte Thomas plötzlich, dass sein Portemonnaie aus der linken, vorderen Hosentasche seiner Jeans verschwunden war. Trotz des dicken Pullovers und der langen, bis weit über die Oberschenkel hängende dicke  Jacke, hat es jemand geschafft, es aus der Tasche der engen Jeans zu „fischen“.  Der  oder die  hatte wirklich schlanke, lange Finger. Unsere gute Stimmung war in diesem Moment etwas „eingebrochen“.   Kreditkarten wurden sofort gesperrt.  Das wenige Geld war nicht das Wichtigste, leider aber die persönlichen Papiere, die man nun mit viel Schwierigkeiten und grossen Umständen wieder beschaffen musste. Es war aber auch zu ärgerlich, denn ein bisschen Geld im Brustbeutel hätte völlig gereicht. Hinterher ist man immer schlauer.</p>
<p>Na ja, Deutschland hatte gewonnen und war eine Runde weiter!  </p>
<p>Nach etwa einer halben Stunde „Shuttle-Bus-Fahrt“  fanden wir auch  den Mini-Bus  und unseren Fahrer  wieder.  Aber der war total betrunken, hatte eine Schnapsfahne, konnte kaum stehen und das Sprechen fiel ihm sehr schwer. Und der wollte uns nun nachts nach Hause fahren?  Er versuchte nun uns einzureden, dass er sehr gut und sicher fahren könnte. Daran war aber überhaupt nicht zu denken.  Wir waren so sauer, wollten wir doch auf der Rückfahrt alle ein wenig schlafen. Nun musste einer von uns fahren. Vorher entbrannte eine heisse Diskussion: „Was tun mit so einer verantwortungslosen, unzuverlässigen Person?“  Die einen wollten ihn gleich auf dem Parkplatz sitzen lassen, die anderen wollten ihn direkt zur nächsten Polizeistation bringen. Denn in diesem Zustand ist er ja bereits durch die ganze Stadt gefahren, um  von seinem Parkplatz, während der Spieldauer, zurück zu kommen. Aber schliesslich haben wir ihn doch mit zurück genommen. Kurze Zeit später war er bereits im Bus  eingeschlafen.</p>
<p>Nach 6 Std. erreichten wir die Grenzstation und mussten auch ihn natürlich wecken. Schnell war er wieder munter und wollte sofort die Autoschlüssel haben, um die letzten 10 km dann selbst zu fahren. Das wurde einstimmig abgelehnt. Wir brachten ihn direkt zur Vermietbasis, erklärten die Situation. Später erfuhren wir, dass er sofort fristlos entlassen wurde. Einerseits tat er mir auch leid, so einen guten festen Job zu verlieren, andererseits lernen die es nie,  Eigenverantwortung zu übernehmen, um sich damit eine Festanstellung zu erhalten.</p>
<p><em> </em></p>
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		<title>Winter in Afrika</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 06:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Heipcke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Der afrikanische Winter ist hart. Über Nacht sind die gestern noch grünen Blätter an den Bäumen schwarz geworden. Erfroren!  Wir hatten minus 1 Grad. Tagsüber erwärmt es sich dann wieder auf  15 bis 20 Grad, aber gefühlt wie 5 Grad.  Die strahlende Sonne steht am tiefblauen, wolkenlosen Himmel, dazu weht ein eisiger, frischer Wind, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der afrikanische Winter ist hart. Über Nacht sind die gestern noch grünen Blätter an den Bäumen schwarz geworden. Erfroren!  Wir hatten minus 1 Grad. Tagsüber erwärmt es sich dann wieder auf  15 bis 20 Grad, aber gefühlt wie 5 Grad.  Die strahlende Sonne steht am tiefblauen, wolkenlosen Himmel, dazu weht ein eisiger, frischer Wind, der aus der Kalahari  feinen,  roten Sand mitbringt.</p>
<div id="_mcePaste"><span id="more-593"></span></div>
<div>Die alten Häuser,  mit den ganz einfachen, schlecht schliessbaren Fenstern,  sind so ausgekühlt, dass man oft überlegen, besser fühlen muss, wo es wärmer ist, drinnen oder draussen. Eigentlich sind wir an Kälte gewöhnt und können gut damit umgehen. Nur hier fühlt sich alles ein bisschen anders an. Wenn man völlig durchgefroren nach Hause kommt, zieht man seine Jacke nicht aus, denn im Haus ist es meist sehr „frisch“, oft viel kühler als draussen.   Bei uns im Norden dagegen kommt man aus der Kälte in eine warme, kuschelige  Wohnung und kann sich an einer laufenden Heizung noch weiter  erwärmen.</div>
<div id="_mcePaste">Vor und auch in den Hütten brennen jetzt viele Feuer,  manche den ganzen Tag.  Es wird darauf gekocht und immer  einen Topf mit kochendem Wasser bereit gehalten , um zu jeder Zeit heissen Tee aufbrühen zu können. Wenn man gegen Abend nach Hause kommt, hängt meist eine schwere, dicke Rauchwolke über Ramotswa.</div>
<div id="_mcePaste">
<dl id="attachment_594" class="wp-caption alignnone" style="width: 248px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1357.jpg"><img class="size-medium wp-image-594" title="IMG_1357" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1357-238x300.jpg" alt="" width="238" height="300" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Offenes Feuer gegen die Kälte</dd>
</dl>
</div>
<div>
<div id="attachment_596" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1407.jpg"><img class="size-medium wp-image-596" title="IMG_1407" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1407-300x261.jpg" alt="" width="300" height="261" /></a><p class="wp-caption-text">Offenes Feuer (2)</p></div>
</div>
<div>Bedingt durch diese offenen Feuer gibt es auf der Kinderstation im Moment viele Verbrennungen und Verbrühungen.  Die Kinder toben und spielen, sind einfach für einen kurzen Augenblick unachtsam und schon ist es passiert!</div>
<div>
<div id="attachment_595" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1375.jpg"><img class="size-medium wp-image-595" title="IMG_1375" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1375-300x254.jpg" alt="" width="300" height="254" /></a><p class="wp-caption-text">Verbrennungen</p></div>
</div>
<div id="_mcePaste">Ein 4-jähriges Mädchen hat einen Topf mit kochendem Wasser vom Tisch gerissen, den die Mutter nur kurz abgesetzt hatte. Beide Ärmchen  waren bis zur Schulter verbrüht. Einem kleinen Jungen ist es ähnlich passiert, nur  hat  er noch starke Verbrennungen im  Halsbereich. Stellen, die schwer heilen.  Sie werden mit Brandsalbe versorgt und jeden Tag neu verbunden. Die Kleinen wehren sich heftig dagegen, weinen und schreien, obwohl die Schwestern sehr sanft, einfühlsam und versichtig sind. Bei uns zu Hause werden die Kinder meist in Vollnarkose versorgt, hier bekommen sie eine Schmerztablette. Oft schlafen sie erst  nach der Behandlung ein.</div>
<div>Ein 12- jähriger Junge mit Verbrennungen an beiden Beinen bis über die Knie, erzählt mir,  dass er beim „Weitspringen übers Feuer“  wohl einen zu kurzen Anlauf genommen hätte und so mittendrin landete. Seine Hose brannte und er konnte sie nicht schnell genug ausziehen. Bei seinen Schilderungen lief es mir eiskalt den Rücken herunter. Wenn die Schwestern ihn dann morgens neu versorgen, ist er so tapfer und klagt oder jammert nicht ein einziges Mal. Er muss jetzt jeden Tag  Knieübungen machen, damit die neue Haut elastisch und dehnbar bleibt. Ich gehe mit ihm bei strahlendem Sonnenschein, aber frischer, kühler Luft,   draussen spazieren. Dann  zählen wir beide immer  zusammen:  10 Schritte, stehen bleiben und dann 5 x in die Knie gehen. Wir zählen auf deutsch, er möchte hören, wie  meine Sprache klingt. Er ist so ehrgeizig, ich muss ihn nach einer Zeitlang schon bremsen. Wegen der Kälte  habe ich eine Jeans und Stiefel an, er nur Flip-Flops und eine kleine Unterhose. Über seine Brandwunden kann er noch keine lange Hose ziehen.</div>
<div>Wir haben einen Gasofen gekauft, so dass wir hiermit gut einheizen können. Auch mehrere Elektroöfen helfen uns zu einer Gemütlichkeit am Abend. Ein schöner Feuerkorb auf der Terasse gibt die Möglichkeit am späten Nachmittag noch länger draussen zu sitzen. Auch hat dieses Haus einen Kamin. Die lodernde Flamme sieht gemütlich aus, der Kamin wärmt aber eher weniger und hinterher riecht man entweder nach Schinken oder Bückling.</div>
<div>
<div id="attachment_598" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1411.jpg"><img class="size-medium wp-image-598" title="IMG_1411" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1411-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" /></a><p class="wp-caption-text">Der Gasofen</p></div>
</div>
<div>
<div id="attachment_597" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1410.jpg"><img class="size-medium wp-image-597" title="IMG_1410" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1410-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Der Kamin</p></div>
</div>
<div>Die Regenzeit soll nun vorbei sein. Die Kälte hält wohl noch bis  Ende Juli / Mitte August an und dann wird es langsam wieder wärmer.  Ab Mitte Oktober wird es dann wieder richtig heiss, aber auch feucht.   Winter im Sommer gefällt mir gar nicht!</div>
<div>
<div id="attachment_599" class="wp-caption alignnone" style="width: 303px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1414.jpg"><img class="size-medium wp-image-599" title="IMG_1414" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1414-293x300.jpg" alt="" width="293" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bei der Arbeit</p></div>
</div>
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		<title>Outreach im Mai (Teil 3#3)</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 14:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Heipcke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach 3 ½  Std.  erreichten wir Maun.  Endlich Wochenende.  Wir fanden eine schöne gemütliche  Lodge,   direkt am Fluss und setzten uns jetzt erst einmal in die Sonne.  Aufgrund der starken Regenfälle in Angola  hat der Okavango sehr viel Wasser  zu dieser Zeit.  Maun und Umgebung bekommt das Versorgungs- sowie das Trinkwasser aus dem Fluss. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste">Nach 3 ½  Std.  erreichten wir Maun.  Endlich Wochenende.  Wir fanden eine schöne gemütliche  Lodge,   direkt am Fluss und setzten uns jetzt erst einmal in die Sonne.  Aufgrund der starken Regenfälle in Angola  hat der Okavango sehr viel Wasser  zu dieser Zeit.  Maun und Umgebung bekommt das Versorgungs- sowie das Trinkwasser aus dem Fluss. Es ist so sauber, weich und klar, dass man es direkt trinken könnte. Wir sind aber ein bisschen zu ängstlich dazu.</div>
<div id="_mcePaste"><span id="more-585"></span></div>
<div>Sonntagmorgen unternahmen wir eine  „Mokoro-Tour“, einem Kanu ähnlichem  Boot.   Früher wurden die Mokoros aus einem Baumstamm geschlagen und  man fuhr mit ihnen zum Fischen.  Im   Laufe der Jahre sind  so,   viele,  alte, wunderbar  gerade gewachsene Bäume verschwunden.   Nun werden sie aus  Kunststoff  hergestellt.  2  Leute finden  Platz in so einem Boot und  der Besitzer  stakt dann durch die mit Gras und Schilf  bewachsenen, schwer  zugänglichen Nebenarme  des Okavangos.  Man gleitet ganz ruhig durch das klare Wasser und kann oft gut den Grund erkennen.  Mittags machten wir ein Picknick auf einer kleinen Insel.  Leider haben wir unterwegs keine „wilden Tiere“   getroffen, nur ein Krokodil lag träge auf einer Sandbank und sonnte sich. Da es überall viel Wasser gibt, haben sich die Tiere tief in den Busch zurückgezogen.</div>
<div>
<div id="attachment_587" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1901.jpg"><img class="size-medium wp-image-587" title="IMG_1901" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1901-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Baden im Fluß</p></div>
</div>
<div id="_mcePaste">Unser Mann hat sein Boot nicht gerade gut gepflegt und so erkennt man schnell ein kleines Leck. Zwischendurch  hält er und schöpft mit der Hand das Wasser heraus.  Ich sitze hinten und bekomme gleich  eine feuchte Hose. Er reißt immer wieder Gras ab und legt es unter meinen Sitz.  Ich gucke etwas skeptisch. „Nicht so schlimm, wir können ihm schon vertrauen, er kennt sein Boot,“  meint er zwischen durch  immer wieder.   Na ja,  so sicher bin ich mir auch nicht, schliesslich soll es noch 6 Std.  durchhalten.  Wir kommen aber dann doch  wieder heil  in Boro, diesem sehr versteckten  Dorf mit der  kleinen Anlegestation, an.  Nachdem wir ausgestiegen sind, sehen wir uns das Boot genauer an: Ein langer Riss von vorne bis hinten! Gut, dass ich das vorher nicht gesehen habe, dort wäre ich nicht eingestiegen.  Er  versichert uns, dass er sein Boot morgen gleich reparieren würde.  Ich bin da doch etwas  misstrauisch.</div>
<div>
<div id="attachment_586" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1845-A-u.-T-am-Okavango-2.-Teil.jpg"><img class="size-medium wp-image-586" title="IMG_1845-A u.  T  am Okavango      2. Teil" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1845-A-u.-T-am-Okavango-2.-Teil-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Angela und Thomas</p></div>
</div>
<div id="_mcePaste">Montag früh geht es dann in das Krankenhaus von Maun.  Von aussen ein moderner Neubau,  erst vor ein paar Jahren in Betrieb genommen. Man darf aber dann doch nicht näher hinschauen.  Einmal erstellt,  bleibt alles so wie es ist,  bzw.  im Laufe der  Zeit,  wie es wird. Keiner fühlt sich so recht verantwortlich,  einen gewissen  Zustand zu erhalten.</div>
<div id="_mcePaste">Reparaturen, Ausbesserungen,  usw.,   werden wohl wirklich nur im äussersten Notfall durchgeführt.  Das ist uns bisher immer wieder  hier im Land aufgefallen.</div>
<div id="_mcePaste">Es gibt eine kleine HNO-Station mit einer gut ausgebildeten Krankenschwester.  Viele Patienten warten auf  dem  Flur.  Leider  fehlt es hier an vielen Instrumenten, bzw.  einfachen Geräten.  Der leitende  Klinikchef  lädt uns zu einem  netten,  interessanten Gespräch ein.  Er bittet um Informationen,  wie man die HNO-Abt.  besser ausstatten kann,  um noch effektiver arbeiten zu können.</div>
<div id="_mcePaste">Am frühen Nachmittag geht es weiter über Nata nach Francistown.  Der chinesische HNO-Arzt begrüsst uns sehr freundlich, bittet uns in sein Behandlungszimmer und wendet  sich dann wieder  seinen Patienten zu.  Einer nach dem anderen wird untersucht und behandelt, ohne dass er auch nur ein Wort zu uns sagt.  Nach 15 Min. stehen wir auf und verabschieden uns. Überaus freundlich öffnet er uns die Tür.</div>
<div id="_mcePaste">In Francistown  gibt es auch endlich wieder Kraftstoff. Wir tanken voll und fahren direkt nach Hause.  Fast 3000 km in 12 Tagen liegen jetzt hinter uns.</div>
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		<title>Outreach im Mai (Teil 2#3)</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 08:38:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Heipcke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Am nächsten Tag ging es weiter nach Gumare, z. Zt. Pinkies  Heimatstadt.  Es warteten schon einige Patienten vor der Tür. Diesmal gab es weitere sprachliche Probleme, denn es kamen auch Menschen aus ganz einsamen Gegenden, Halbnomaden,  die einen ganz anderen Dialekt sprachen.  Zum Glück fand Pinkie dann einen Übersetzer.  Der kam mit einem grossen Buch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste">Am nächsten Tag ging es weiter nach Gumare, z. Zt. Pinkies  Heimatstadt.  Es warteten schon einige Patienten vor der Tür. Diesmal gab es weitere sprachliche Probleme, denn es kamen auch Menschen aus ganz einsamen Gegenden, Halbnomaden,  die einen ganz anderen Dialekt sprachen.  Zum Glück fand Pinkie dann einen Übersetzer.  Der kam mit einem grossen Buch und musste gleichzeitig jeden Fall dokumentieren  und das dauerte.  Mir ist seit langem aufgefallen, dass hier in Botswana sehr viel geschrieben wird und immer alles recht umfangreich in dicke Bücher.<span id="more-575"></span></div>
<div>Ich frage mich: „ Wofür,  für wen und wer liest das überhaupt?“ Ohne Vorankündigung kam plötzlich ein Lehrer herein, braune Aktentasche,  Brille und auch ein grosses Buch unter dem Arm. Er kam mit dem Bus aus einem kleinen Dorf und brachte seine gesamte Klasse mit, die alle nicht hören können, wie er ganz streng und ernst erklärte.  Jeder Schüler wurde von ihm einzeln aufgerufen, in sein Buch eingetragen und zur Ordnung und zum  „Gerade sitzen“  ermahnt.</div>
<div>
<div id="attachment_580" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_2065-1-Doktor-und-Schulklasse.jpg"><img class="size-medium wp-image-580" title="IMG_2065-1-Doktor und Schulklasse" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_2065-1-Doktor-und-Schulklasse-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Doktor und Schulklasse</p></div>
</div>
<div>Nun  wurde jeder  gründlich  untersucht und  dann  mit Hilfe von Pinkie ein Hörtest  gemacht, in dem sie Zahlen in verschiedenen Lautstärken und Abständen den Kindern zurief, die diese wiederholen mussten.  18 Kinder wurden so untersucht, alle, bis auf eins, konnten wunderbar hören.  Der Lehrer war sehr zufrieden und machte lange Notizen.</div>
<div>Dann kam ein Geschwisterpaar mit kleiner Tochter  der Schwester. Es waren San, Buschleute  aus dem Norden. Wir konnten uns sofort an  diese drei  erinnern, denn wir hatten  sie schon im Febr. in Ghanzi  getroffen.</div>
<div>
<div id="attachment_581" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_2091-Bruder-u.-Schwester-mit-Tochter.jpg"><img class="size-medium wp-image-581" title="IMG_2091-Bruder u. Schwester mit Tochter" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_2091-Bruder-u.-Schwester-mit-Tochter-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Bruder und Schwester mit Tochter aus Xa Xa.</p></div>
</div>
<div>Als sie hereinkamen, strahlten plötzlich die Gesichter, auch sie hatten uns wieder erkannt.  Der Junge, 17 Jahre, muss operiert werden. Das hatte Thomas schon vor 3 Monate erklärt. Dazu muss die Mutter  oder ihr Vertreter, ihn begleiten. Die Mutter kommt auf keinen Fall mit, wie wir erfahren mussten und einen offiziellen, gesetzlichen Vertreter gibt es nicht. Sie will nicht in einen Bus steigen, zu Fuss ist der Weg natürlich viel zu lang. Ausserdem will sie ganz einfach die heimatliche Umgebung  nicht verlassen.  Wir versprachen, eine Lösung zu finden.  Aber erstmal müssen  dafür die  „OP –Räume“   wieder  herstellt werden, die seit einiger Zeit wegen der defekten Klima-Anlage geschlossen sind.</div>
<div id="_mcePaste">Wir wollten gerade einpacken  und gehen, als ein Kleinbus mit 2 Frauen und jeweils einem Baby, sowie einem Mann,  mit  „Betreuung“  hier eintrafen.  Sie kamen von weit her und waren seit vielen Stunden unterwegs.   Alle diese Patienten  hatten   „MDR TB“   (multi  drug resistent)  eine Krankheit, die sich langsam entwickelt hat   und  gegen die nur ganz wenige Medikamente  helfen  und sehr ansteckend ist.  (TBC, HIV..)</div>
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<div id="attachment_579" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1874-wiegen.jpg"><img class="size-medium wp-image-579" title="IMG_1874-wiegen" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1874-wiegen-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Wiegen</p></div>
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<div id="attachment_578" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1870wiegen.jpg"><img class="size-medium wp-image-578" title="IMG_1870wiegen" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1870wiegen-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Wiegen</p></div>
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<dl id="attachment_577" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1869-messen-u.-wiegen.jpg"><img class="size-medium wp-image-577" title="IMG_1869-messen u.  wiegen" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1869-messen-u.-wiegen-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Messen und wiegen</dd>
</dl>
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<div id="attachment_576" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1861-1-wiegen.jpg"><img class="size-medium wp-image-576" title="IMG_1861-1-wiegen" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1861-1-wiegen-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Messen und wiegen</p></div>
</div>
<div>Alle trugen  einen Mundschutz, ebenso der Betreuer und der Busfahrer. Auch wir beide und die Schwestern mussten nun wegen der Ansteckungsgefahr  uns  auch „vermummen“.  „ So schwer krank,“</div>
<div>dachte ich bei mir und dann kommen noch Hörprobleme dazu. Thomas erklärte mir später, der Hörverlust  entsteht aufgrund der Medikamenteneinnahme.  Aber ohne diese Medizin wiederum, haben sie gar keine längere Lebenserwartung.  Ein Teufelskreis!</div>
<div id="_mcePaste">Am nächsten  Morgen  wollten wir weiter nach Maun fahren, aber uns fehlte der Treibstoff für das Auto. Seit vorgestern streikten die Tanklastfahrer  der  südafrikanischen Zulieferfirmen.  Wir klapperten alle Tankstellen, es waren 3 hier in der Gegend,  ab. Keine Chance!!  Dann hatte Pinkie die Idee:  „Wir gehen zum council“!  (Das ist so etwas Ähnliches wie  eine Bezirksverwaltung). Wenn schon ein Doktor hier her kommt und diese weite Reise auf sich nimmt, dann muss man ihm auch helfen, dass er wieder wegfahren kann! Ganz energisch tat sie an der entsprechenden Stelle ihre Meinung kund. Wir stellten am Abend einen Antrag und dann sollten wir am nächsten morgen wieder kommen, denn zuerst gab es ein „meeting“ und dann wurde entschieden.</div>
<div id="_mcePaste">Es ging dann doch recht schnell. Wir bezahlten an einer Kasse, bekamen einen  Abhol-Schein  und konnten damit zur  „behördlichen Tankstelle“  gehen.</div>
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		<title>Outreach im Mai (Teil 1#3)</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 06:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Heipcke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Plötzlich stand er am Strassenrand,  behäbig, massig, grau.  Wir waren erstaunt, überrascht und erfreut, hier am Strassenrand einen Elefanten zu sehen. Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet. Bisher mussten wir nur für  Kühe, Ziegen oder Esel bremsen.  Wir fuhren ganz langsam heran und hielten an.  Er fächerte mit seinen riesigen Ohren und schaute uns interessiert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste">Plötzlich stand er am Strassenrand,  behäbig, massig, grau.  Wir waren erstaunt, überrascht und erfreut, hier am Strassenrand einen Elefanten zu sehen. Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet. Bisher mussten wir nur für  Kühe, Ziegen oder Esel bremsen.  Wir fuhren ganz langsam heran und hielten an.  Er fächerte mit seinen riesigen Ohren und schaute uns interessiert  an, dann drehte er sich um und kopfschüttelnd verschwand er langsam im Gebüsch.<span id="more-554"></span></div>
<div id="_mcePaste">Seit einer Woche waren wir hier im Nordwesten Botswanas, nahe der namibischen Grenze, unterwegs und besuchten kleine, recht einsam gelegene  Krankenhäuser, die nur von gut allgemein ausgebildeten Krankenschwestern aufrecht erhalten werden.  Vor ein paar Wochen hatte Thomas hier in Ramotswa im Krankenhaus, Pinkie,  eine junge Sozialarbeiterin aus diesem Gebiet kennengelernt, die  hauptsächlich  behinderte  Kinder betreut und Menschen unterstützt, die sich unsicher und hilflos fühlen, in bezug auf Wege  durch die medizinische Bürokratie. Wir haben uns mit ihr verabredet, sie wollte mit uns diese weit abgelegenen Krankenhäuser aufsuchen und gleichzeitig als Dolmetscher für uns zur Verfügung stehen.</div>
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<div id="attachment_565" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1781_Pinkie.jpg"><img class="size-medium wp-image-565" title="IMG_1781_Pinkie" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1781_Pinkie-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">junges Mädchen auf dem Weg nach Ghanzi</p></div>
</div>
<div>Samstagfrüh fuhren wir los und nehmen noch bis Ghanzi ein junges Mädchen mit, das am Freitag entlassen wurde und normalerweise bis Montag auf den Kranken-Rücktransport hätte warten müssen. Sie freute sich sehr, schon am Wochenende wieder zu Hause zu sein.</div>
<div id="_mcePaste">Am Sonntagmorgen fuhren wir weiter nach Gumare. Hier stieg Pinkie zu uns ins Auto und wir fuhren zusammen weiter nach Shakawe, kauften ein, tankten noch einmal voll und setzten mit einer kleinen Fähre über den Okavango, um auf der anderen Uferseite auf einer Schotterstrasse  100 km  weiter nach Seronga zu fahren.  Die einzige Übernachtungsmöglichkeit dort, war in einem Community –Camp, dass einfach nur dreckig und viel zu teuer war. Einzelheiten erspare ich mir hier!</div>
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<div id="attachment_564" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1824-Fähre.jpg"><img class="size-medium wp-image-564" style="padding: 0px; margin: 0px; border: 0px none initial;" title="IMG_1824-Fähre" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1824-Fähre-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Vorbereitung zur Überfahrt</p></div>
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<div id="attachment_563" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1831_Fähre-Überfahrt.jpg"><img class="size-medium wp-image-563" style="padding: 0px; margin: 0px; border: 0px none initial;" title="IMG_1831_Fähre Überfahrt" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1831_Fähre-Überfahrt-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Angela und Pinkie auf der Fähre</p></div>
<p>Obwohl Pinkie den HNO-Arzt vor einer Woche angemeldet und am Tag vorher nochmal daran erinnert hat,  wurde dieses „Ereignis“ hier in der Klinik völlig vergessen. Man war sogar ein bisschen echt betroffen und versuchte nun schnell ein paar Patienten aufzutreiben. Dann wurde jemand in die kleine Schule geschickt und alle 17 Schüler mussten einen HNO-Check über sich ergehen lassen. Das war ja eigentlich nicht der Sinn der Sache.  Die wirklich kranken Menschen wurden aufgrund dieser Vergesslichkeit übergangen. Es muss noch viel getan werden, dachten wir nur. Am  Nachmittag fuhren wir  über die Schotterpiste zurück, mit der Fähre nach Shakawe, wo wir am nächsten Morgen in das Krankenhaus dort gingen.</p>
</div>
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<div id="attachment_569" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1927-Thomas-richtet-sich-ein.jpg"><img class="size-medium wp-image-569" title="IMG_1927-Thomas richtet sich ein" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1927-Thomas-richtet-sich-ein-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Thomas richtet sich ein</p></div>
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<div><em><span style="font-style: normal;"><br />
</span></em></div>
<div id="_mcePaste">Jeder Patient, der sich im Krankenhaus meldet, bekommt zuerst einen Tagesstempel in seine Krankenakte,  wird  dann  gemessen,  gewogen und nach seinen Problemen gefragt.</div>
<div id="_mcePaste">Und genau wie in Seronga, ist auch hier nichts vorbereitet, kein einziger Patient einbestellt, dafür lässt sich das Personal selbst untersuchen. Unsere  „Reisebegleiterin“  ist so ärgerlich über soviel Desinteresse und macht das laut und deutlich klar. Von den heute hier erschienenen Patienten  und das sind nicht wenige,  werden alle mit leichten ersten  Anzeichen einer nahenden Erkältung, jetzt gleich zum HNO-Arzt weitergeschickt. Ich denke ganz leise bei mir:  „ Na, das hätten die hier auch alleine geschafft, dafür muss man nicht 1000 km fahren.“</div>
<div>
<div id="attachment_568" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1862-1-Wartebereich.jpg"><img class="size-medium wp-image-568" style="padding: 0px; margin: 0px; border: 0px none initial;" title="IMG_1862-1-Wartebereich" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1862-1-Wartebereich-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Im Wartebereich</p></div>
</div>
<div>Aber bei der Menge waren dann doch ein paar darunter, die eine ausgiebigere  Untersuchung mit einem längeren Gespräch und Erklärungen benötigten.  Wie gut, dass wir Pinkie an unserer Seite hatte, sie übersetzte, erklärte, beruhigte  und vermittelte zwischen dem Krankenhauspersonal und uns.  Sehr kranke Patienten, Kinder die ohne Eltern dort erschienen waren, Kranke, die ausserdem noch Familienprobleme hatten, wurden von ihr besonders betreut.  Sie notierte Namen und Adressen, um dann später  mit einzelnen zur Weiter- bzw. Nachbehandlung nach Ramotswa zu kommen. Sie geht zu den Leuten direkt nach Hause, erinnert  sie an die Untersuchungs/Behandlungstermine und passt auf, dass die nicht vergessen werden, was sehr oft der  Fall ist.</div>
<div>
<div id="attachment_567" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1887-Pat.-u.-Pinkie-u.-Thomas.jpg"><img class="size-medium wp-image-567" title="IMG_1887-Pat. u. Pinkie u. Thomas" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1887-Pat.-u.-Pinkie-u.-Thomas-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Patientin mit Baby,  Pinkie und Thomas</p></div>
</div>
<div id="_mcePaste">Die wenigen Übernachtungsmöglichkeiten dort oben waren ausgebucht, aber wir hatten vorsichtshalber ein Zelt und die dicken Schlafsäcke mitgenommen. Und somit verbrachten wir eine Nacht auf dem Zeltplatz an den Tsodilo-Hills. Drei einzelne Berge findet man plötzlich auf dem flachen Land, nachdem man ca. 50 km auf einer sehr schlechten Schotterpiste bei   Nxamasere, die Hauptstrasse verlassen hat.</div>
<div id="_mcePaste">Am Nachmittag machen wir mit einem ortskundigen Führer eine zweistündige Wanderung, um  gut erhaltene Felsmalereien in versteckten Nischen zu entdecken. Verschiedene, seltene Vogelarten können wir unterwegs beoabachten und dann kreuzt sogar noch eine schwarze Mamba unseren Weg.</div>
<div id="_mcePaste">Inzwischen  haben Kühe auf der Suche nach Wasser den Zaun durchbrochen und an den Waschhäusern die Aussenwasserhähne aufgedreht, getrunken und das Wasser laufen lassen.  Dieses Wasser wird bei Bedarf  per LKW  gebracht und in Wassertanks umgefüllt. Es gibt keine direkte Wasserleitung dorthin.  Niemand hat diesen Vorfall beobachtet und so lief das Wasser mehrere Stunden, bis der Tank leer war.  Als das Personal  des kleinen Besucherzentrums dann endlich merkte, dass es kein Wasser mehr gab, hängten sie einfach ein Schild  „out of order“  an die Tür der Wasch-  und Toilettenräume und schloss die Türen ab, denn die Toilettenspülung war ja nun auch nicht mehr funktionstüchtig.  Um 16.30 Uhr war Feierabend und sie wanderten nach Hause. Um 17.30 Uhr bauten wir unser Zelt auf und kochten ein kleines Süppchen, denn Trinkwasser hatten wir genug, Zähneputzen ging auch noch gerade und gewaschen wurde sich morgen dann irgendwo anders.</div>
<div id="_mcePaste">Um 18.00 Uhr wurde es dunkel und kalt. Wir sammelten noch schnell ein bisschen Brennholz und machten ein grosses Feuer. Unser Zelt, mit Über- und Vorzelt war riesig und gemütlich, so dass wir alle drei dort gut Platz hatten.  Und dann kamen die Kühe zurück.  Ich zählte  16 Tiere.  Das Gebimmel der Kuhglocken und das laute „Muh“ war schon von weitem zu hören.  Die leuchtenden Augen tanzten wie glühende Kohle in der tiefschwarzen Nacht.  Keine wilden Tiere und doch ganz schön unheimlich!   Sie suchten immer noch Wasser. Thomas  nahm  zur Sicherheit  den Kanister und  die Wasserflaschen  aus dem Zelt und trug sie ins Auto.  Dann legten wir uns schlafen.  Die Kühe trabten ganz dicht ums Zelt und ab und zu schlug die pendelnde Schwanzquaste auf die Zeltwand.  Ich konnte lange nicht einschlafen. Was würde passieren, wenn die plötzlich losrennen würden?  Aber die Rindviecher waren auch nur müde und träge. Erst spät kam Ruhe in die Herde.</div>
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<div id="attachment_570" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1964-A-u.-T-während-der-Teepause.jpg"><img class="size-medium wp-image-570" style="padding: 0px; margin: 0px; border: 0px none initial;" title="IMG_1964-A u. T  während der Teepause" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1964-A-u.-T-während-der-Teepause-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Angela und Thomas während der Teepause</p></div>
<p>Der Morgen war kalt, trübe und neblig. Wir kochten nur ganz kurz eine Kanne Tee, ein paar Kekse dazu, packten das Zelt zusammen und dann ging es weiter nach  Etsha 6, einem  kleinem Dorf, sehr gut bekannt wegen der berühmten Korbflechter. Das Gras am Ufer des Okavangos  ist kräftig, hart, sehr fest  und trotzdem recht biegsam.  So entwickelten  sich  seit   vielen Jahren ganze  „Korbflechter-Dynastien“.   Was früher für den täglichen Eigenbedarf genutzt wurde, findet nun in der Tourismusbranche starke Beliebtheit.</p>
</div>
<div id="_mcePaste">In dem kleinen Krankenhaus von Etsha 6, warteten schon 22 Patienten.  Wieder bauten wir unsere mitgebrachten Geräte auf und hatten schnell eine gut laufende HNO-Abteilung.</div>
<div id="attachment_571" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1380-Körbe.jpg"><img class="size-medium wp-image-571" title="IMG_1380-Körbe" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_1380-Körbe-300x243.jpg" alt="" width="300" height="243" /></a><p class="wp-caption-text">Körbe in Etsha</p></div>
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		<title>Gofaone Matthys kann nach Hause fahren</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 08:57:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Heipcke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute morgen konnte  Gofaone, 9 Jahre alt, mit ihrer Mutter endlich nach Hause  fahren.
Vor ca. 3 Wochen kamen sie beide in einem Kranken-Transportbus  mit anderen  Patienten  zusammen, aus Bokspits hier im BLH in Ramotswa an. Beide , Mutter und Tochter, gehören zum  Stamm der Buschleute  (San, Basarwa) und sind kleine, feingliedrige,  zierliche Menschen. Ausserdem ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen konnte  Gofaone, 9 Jahre alt, mit ihrer Mutter endlich nach Hause  fahren.<br />
Vor ca. 3 Wochen kamen sie beide in einem Kranken-Transportbus  mit anderen  Patienten  zusammen, aus Bokspits hier im BLH in Ramotswa an. Beide , Mutter und Tochter, gehören zum  Stamm der Buschleute  (San, Basarwa) und sind kleine, feingliedrige,  zierliche Menschen. Ausserdem ganz ruhig und bescheiden.</p>
<p><span id="more-550"></span><br />
Dieses kleine Mädchen wurde bereits im Februar während unseres Besuchs im Krankenhaus in Tsabong untersucht . Eine Operation in Ramotswa war nötig.  Ohne eine Terminabsprache sassen  Mutter und Tochter eines Tages einfach  im Wartebereich  der HNO-Abt.  Obwohl  die OP-Räume wegen der defekten Klimaanlage immer noch geschlossen sind,  wurde eine Operation im „Notfall-OP“  am nächsten Tag durchgeführt. Der Heilungsprozess verlief gut und die Kleine spielte schon bald  mit anderen Kindern  auf dem Spielplatz des Krankenhauses. </p>
<p><a href="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/05/IMG_1696goafaone.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-549" title="IMG_1696goafaone" src="http://hnobotswana.de/wp-content/uploads/2010/05/IMG_1696goafaone-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Zusammen mit den anderen Patienten, sollten Mutter und Tochter  am Freitag entlassen werden und nach Bokspits zurück fahren.  In diesem kleinen Ort an der südwestlichen Grenze Botswanas, noch 250 km hinter Tsabong,  also insgesamt fast 1000 km von hier,  gibt es nur eine ganz kleine Krankenstation, ohne ärztliche Versorgung. Um ganz sicher zu sein, dass es keine Komplikationen mehr geben könnte, sollte nun am Abreisevormittag noch eine eingehende Untersuchung durchgeführt werden. Man bat den Fahrer des Krankentransportes mit der Rückfahrt  bis mittags  zu warten.  Dazu hatte er aber keine Lust, weil er am Freitagabend schon persönliche Verabredungen getroffen hatte. Er fuhr einfach früh morgens schon los, ohne sich über das Fortkommen von Mutter und Tochter Gedanken zu machen.<br />
Beide waren  nun am Montagmorgen immer noch auf der Kinderstation. Die Kleine schaukelte im Garten, die Mutter  sass vor dem Haus auf der Bank. Ich setzte mich zu ihr und wir unterhielten uns ein wenig.  Ich bedauerte, dass der Fahrer nicht gewartet hatte, sie zuckte nur mit den Schultern. Sie sagte nicht viel.  Da war kein Ärger  oder Enttäuschung,  da war nur Ruhe und  Gleichmut.  Das war schon bemerkenswert.<br />
Die Schwestern auf der Station versuchten währenddessen schon telefonisch die nächsten Transport-möglichkeiten herauszufinden.  So gibt es auch immer in unregelmässigen Abständen Krankentransporte von dort unten aus dem südwestlichen Botswana ins staatliche Krankenhaus in Gaborone.  Man bat,  zu notieren, dass hier eine Mutter  mit  Kind sass und nach Bokspits zurück musste, um  dann die beiden  auf dem Rückweg  mit zu nehmen.<br />
Auch in Bokspits selbst und in Tsabong wurde nachgefragt, ob in den nächsten Tagen ein neuer Krankentransport vorgesehen wäre.<br />
Am Dienstagmorgen meinte die Mutter noch, es wäre ja wie Urlaub hier. Sie hätten ein schönes Bett, bekämen dreimal  am  Tag reichlich zu essen, das kleine Mädchen könnte hier mit anderen Kindern spielen und alle Schwestern wären so nett und freundlich zu ihnen.  Aber ansonsten redete sie kaum. Sie war so still. Nahm einfach alles so hin, wie es kam.</p>
<p>Am Mittwoch  erklärte sie Ähnliches. Doch dann fing sie plötzlich an zu weinen. Sie hätte Heimweh und möchte nun doch gerne endlich nach Hause. Ihre  zweite, kleinere Tochter dort, wäre in der  Nachbarschaft gut untergebracht, aber sie möchte einfach wissen, wie es ihr geht. Telefonieren?  Nein, sie hätte kein Telefon und die Nachbarn auch nicht. Ihr Mann arbeitete auf einer Farm, die mehrere Kimometer ausserhalb Bokspits lag  und war somit überhaupt nicht zu erreichen, zumal  er oft auch bei den Kühen draussen war.  <br />
Nach vielen Telefonaten erreichte man am Donnerstag  dann  wieder einen Fahrer aus dem Süden,  im staatlichen Krankenhaus, den man eindringlich bat, hier vorbei zu kommen und die beiden mit zunehmen. Bei einer Gesamt strecke von ca. 1000 km, sind 20 km Umweg wirklich nicht zu viel, dachte ich. Aber der lehnte die Fahrt ab, mit der Begründung, er hätte sie ja nicht her gebracht, also brauchte er sie ja auch nicht mit zurück zu nehmen.<br />
Zwischendurch hatte man auch schon des öfteren an den öffentlichen Überlandbus gedacht, der jeden Morgen vom Busbahnhof aus Gaborone geht.  Sie hatten aber  kein Geld, nicht einen einzigen Pula.  Und der Bus war teuer.  Umgerechnet  ca.  30 € , wie ich erfuhr.   Also weiter warten auf den Krankentransport, der nichts kostet.<br />
Die Kleine schaukelte, die Mutter weinte.  Und wenn sie mal was sagte, dann waren es Bedenken über den  langen Schulausfall,  die Sorgen um die kleine Tochter in der Nachbarschaft und um den Ehemann weit weg auf den Feldern bei den Kühen.  Und keinen Rücktransport in Aussicht in absehbarer Zeit.  <br />
Plötzlich war die Idee da!  Wir sammeln für die Rückfahrt!  Gar nicht lange überlegt, eine Schwester aus der HNO-Abt.,  wortgewandt und immer recht munter, schnappte sich eine kleine Pappschachtel und ging sofort durchs ganze Krankenhaus, erzählte in wenigen Worten  die Geschichte des kleinen Mädchens und ihrer Mutter.  In kürzester Zeit hatte sie das Geld für  die Busfahrkarte  und sogar noch etwas  mehr, in ihrem Pappkarton.  Fast alle hatte etwas dazu getan, sogar auch einige Patienten.  Die Schwestern organisierten dann auch noch einen Fahrer vom krankenhauseigenen Fahrdienst, der sie  frühmorgens zum Busbahnhof nach Gaborone bringen sollte, und die Küchenmitarbeiter packten noch eine umfangreiche „Verpflegungstüte“  für die lange Rückreise.</p>
<p>Als ich dann am Freitagmorgen auf die Kinderstation kam,  erfuhr ich als allererstes: „ Gofaone und ihre Mutter konnten  heute früh  endlich nach Hause fahren.“</p>
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